Verkehrszivilrecht/ Entschädigung für Nutzungsausfall

Verkehrszivilrecht/ Entschädigung für Nutzungsausfall

BGH, Urt. v. 23.01.2018 – VI ZR 57/17

  1. Der vorübergehende Entzug der Gebrauchsmöglichkeit eines Motorrads, das dem
    Geschädigten als einziges Kraftfahrzeug zur Verfügung steht und nicht reinen
    Freizeitzwecken dient, stellt einen Vermögensschaden dar und kann einen Anspruch
    auf Nutzungsausfallentschädigung begründen.
  2. Der Umstand, dass der Geschädigte das Motorrad nur bei günstigen Witterungsbedingungen
    nutzt, spielt erst im Rahmen der konkreten Schadensbetrachtung bei
    der Frage eine Rolle, ob der Geschädigte – auch im Hinblick auf die Wetterlage –
    zur Nutzung willens und in der Lage war.

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